Entstehung des Wohngebietes Egelspfad
Das Wohngebiet Egelspfad im Kölner Westen ist nördlich durch den Gregor Mendel Ring begrenzt, südlich durch Bahntrassen und ist weitestgehend abgetrennt vom restlichen Müngersdorf.
Hier war es seit den 70er Jahren, einem sehr späten Entwicklungspunkt der Millionenstadt, noch möglich, sich sein Traumhaus auf eigenem Grundstück zu realisieren. Und das zumeist im Grünen. Doch wie es bei Träumen so ist: Sie sind individuell. Dieser Individualität spiegelt sich auch in der Bebauung der Nachbarschaft wieder. Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Architektur des Viertels wurde von manchen gar als „Anarchie der Architektur“ gegeißelt. Ein Mix, da, je nach Bauabschnitt, beim Bau Grundstücksausnutzung, Farbgebung, Dachform, Ziegelgröße etc. keine baurechtliche Rolle spielten. Auch wenn sich dies in den jüngsten Bauabschnitten abmilderte, ist dieses Viertel weiterhin vor allem durch Individualität geprägt.
Neben repräsentativen und historisierenden Bauten mit säulengestützten Eingangsportalen und herrschaftlichen Zufahrten, die einige Passanten wohl als kitschig, andere als äußerst eindrucksvoll bezeichnen würden, finden sich elegante, minimalistische Quadrate, die an Bauhaus erinnern. Ein Architekturspaziergang in dieser Gegend vermag alle Töne der Gefühlsskala zu bedienen – von Bewunderung für Villen, die mit Architekturpreisen versehen wurden, bis hin zum Gefühl des Realitätsverlustes. Architektur der Toskana, ein Haus aus Friesland und Immobilien wie in Südfrankreich: Alles so nah, zu finden in naturnah klingenden Straßen mit Namen wie Grannenweg, Leinsamenweg, Roggenweg, Ährenweg, Hirse- und Weizenweg.
[Quelle: icon 8 real estate holding gmbh]
