Was haben wir erreicht
Auch wenn der Schwerpunkt zunächst im Kampf gegen die vom Gregor–Mendel Ring ausgehende Lärm- und Abgasbelästigung lag, waren vor allem in den letzten Jahren Projekte im Vordergrund, die sich um die Verschönerung unseres Wohngebietes drehten. Folgend eine Auswahl:
Gregor Mendel Ring
Das Projekt, mit dem alles begann.
Der Bürgerverein Egelspfad ist ein noch junger Verein, der von 30 Anwohnern der Wohngebietes Egelspfad am 24.01.2008 zunächst als Interessengemeinschaft gegründet wurde.
Grund war das hohe Verkehrsaufkommen durch den pendelnden Berufsverkehr, der den Egelspfad und Gregor-Mendel-Ring als Schleichweg für die überlastete Aachenerstraße nutzte. Die dadurch bedingte extrem hohe Abgas-, Feinstaub- und Lärmbelästigung war unerträglich geworden und überstiegen das zulässige Maß.
Der Mittelweg war wie auch die Straße Am Lindenweg während der Bauphase des Wohngebietes Egelspfad als Erschließungsstraße im Bebauungsplan ausgewiesen. Ohne Information der Bewohner des Baugebietes Egelspfad wurde der Mittelweg im Rahmen des Umbaues der Ortsumgehung Lövenich an den Egelspfad angebunden (L213n) und dem Landesbetrieb Straßenbau NRW übertragen.
Die Verärgerung der so getäuschten Bewohner des Baugebietes Egelspfad war so groß, dass sie anwaltlichen Rat in Anspruch nahmen und gegen Stadt und Land vorgehen wollten. RA Haupt kam zu dem Ergebnis, das eine erfolgreiche Umsetzung der Vorhaben des Bürgervereins Egelspfad nur noch über die politische Einflussnahme und die Einreichung einer Petition möglich ist.
Die ursprüngliche Interessengemeinschaft erweiterte daraufhin ihr Aufgabengebiet, setzte neue Schwerpunkte und wurde als gemeinnütziger „Bürgerverein Egelspfad e.V.“ ins Vereinsregister eingetragen.
Der Bürgerverein verfasste eine an den Petitionsausschuss des Landtages NRW gerichtete Petition, der sich auch die Bürgervereine „Lövenich im Brennpunkt e.V.“ und „Widdersdorfer Interessengemeinschaft e.V.“ angeschlossen haben. Der für unser Gebiet zuständige Landtagsabgeordnete, Herr Knieps, äußerte dich positiv zu dem Vorhaben des Bürgerverein Egelspfad.
Herr Dr. Bauer vom Amt für Grünflächen und Landschaftspflege der Stadt Köln, der für die Planung des Belvedere Parks zuständig war, wollte jedoch bis zur Entscheidung über die Petition nichts unternehmen, was die Verlegung des Gregor-Mendel-Ring unmöglich machte. Mit dieser Petition sollte die Verlegung des Gregor-Mendel-Ring um 300 m nach Norden erreicht werden.
Die vom Bürgerverein Engelspfad zwischen 7.00 Uhr und 21.00 Uhr durchgeführte Verkehrszählung stellte ein Verkehrsaufkommen von rd. 23.000 Fahrzeugen fest, während man im Planfeststellungsbeschluss für die L213 von 10.000 Fahrzeugbewegungen pro Tag für das Jahr 2020 ausging.
Gleichzeitig wurde die Bezirksvertretung Lindenthal gebeten, die in der Petition dargelegten Maßnahmen in das Planungsvorhaben „Belvedere-Park“ einzubeziehen.
Bei einem Treffen mit dem Freundeskreis Landschaftspark Belvedere-Str. im Rahmen der Regionale 2010 wurde festgestellt, dass die Planer des Belvedere-Parks nicht unbedingt Gegner der Verlegung des Gregor-Mendel-Rings sind.
Nach langem Hin und Her und zahllosen Gesprächen mit Vertretern von Land und Stadt konnte schließlich der Bau der jetzigen Lärmschutzwand erreicht werden, wenngleich dies nur eine Kompromisslösung des Bürgervereins war.
Ausdrücklich bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei Dr. Wilhelm von Moers und Arnold Nienhüser, beide damalige Mitglieder des Vorstandes. Ohne ihr unermüdliches und hartnäckiges Engagement sowie ihren Einfluss in der Politik bei Stadt Köln und Land NRW wäre dieses Projekt sicherlich weiterhin unverändert in den Kinderschuhen.
Änderung der Verkehrsführung der Kreuzung Am Lindenweg / Egelspfad
Zur Verbesserung der Verkehrssituation in unserem Wohngebiet konnte auf Grund unserer konstruktiven Anregungen die Veränderung der Anbindung der Straße Am Lindenweg in den Egelspfad erreicht werden.
Durch die Vorziehung der Einmündung und entsprechende Verkehrsbeschilderung (Anliegerverkehr, Zone 30 km/h) konnte der Verkehr weitestgehend aus dem Wohngebiet ferngehalten werden, der unzulässige Verkehr konnte wesentlich minimiert werden.
Ursprünglich verlief die Straßenführung des Egelspfades trichterförmig in die Straße An Lindenweg, so dass der fließende Verkehr sich automatisch in die Straße Am Lindenweg ergoss.
Ampelanlage Ecke Egelspfad / Gregor – Mendel Ring
Nachdem die Stadt Köln im Rahmen eines neu aufgestellten Verkehrsleitsplanes den GMR/L213 nebst Aachener Str. als übergeordnete westliche Ein- bzw. Ausfallstr. ausgewiesen hatte nahm die Verkehrsdichte auf dem GMR/L213 derart zu, dass ein Einfädeln in den fließenden Verkehr für die Bewohner des Wohngebietes Egelspfad nur noch unter erschwerten Bedingungen möglich war und die Unfallhäufigkeit zunahm.
Der von dem erhöhten Verkehrsaufkommen verursachte Lärm überschritt das zulässige Maß und war unerträglich.
2008 entschlossen sich einige Bürger, gegen die zunehmende Gefährdung vorzugehen und gründeten den Bürgerverein Egelspfad. Es wurden Gespräche mit der Bezirksvertretung und dem Dezernat der Stadt Köln für Straßenbauentwicklung, Planen und Bauen aufgenommen, deren Verlauf jedoch so zähflüssig war, dass der BV Egelspfad sein Anliegen am 23. Okt. 2008 in einer an den Petitionsausschuss des Landtages NRW gerichteten Petition (s. dort) niederlegte.
Die Lärmreduzierung sollte durch die Errichtung einer Lärmschutzwand und die verkehrssicherere Anbindung des Wohngebietes durch eine zwischen Belvedere Str. und Egelspfad teilweise nach Norden verlegte Straßenführung des GMR/L213 und Errichtung zweier Kreisverkehre an den Kreuzungen Belvederestr. / GMR/7L 213 sowie Egelspfad / GMR/L213 erreicht werden. Dieses Ansinnen, das zunächst positiv aufgenommen wurde, scheiterte jedoch, da hierdurch teilweise in den Naturschutzpark Belverdere hätte eingegriffen werden müssen.
Als Kompromiss verständigte man sich schließlich 2013 auf die Errichtung von Ampelanlagen. Durch die jeweiligen Unterbrechungen des Verkehrsflusses sollte erreicht werden, dass die Bewohner des Wohngebietes Egelspfad sich durch diese Verkehrslücken sicherer in den Verkehr einfädeln konnten.
Nachdem der Landesbetrieb Straßen NRW die Finanzierung und die Stadt Köln die Ausschreibung übernommen hatte, konnte die Ampelanlage 2015 endlich in Betrieb genommen werden.
Sanierung des Spielplatzes Kleienpfad
Der Kinderspielplatz ist 2016 dank des unermüdlichen Einsatzes von Frau Silke Holenz und einer Beteiligung des Bürgerverein Egelspfad e.V. in Höhe von € 10.000,00 in einem akzeptablen Zustand ausgebaut und fertig gestellt worden. Seitens der Stadt Köln war Frau Marina Böhm (Amt für Kinder, Jugend und Familie, (512-10) Kinderinteressen und Jugendförderung) federführend und sehr engagiert beteiligt.
Verweilbänke am Jakobsweg und im Belvedere Park
Zum Verweilen wurden Bänke am Jakobsweg und im Belvedere Park aufgestellt. Wunderschöner Ausblick bei Sonnenuntergang und Blick auf den Kölner Dom. Finanziert vom Bürgerverein Egelspfad e.V. in Verbindung mit dem Grünflächenamt der Stadt Köln und der Stiftung Kölner Grün, Frau Beatrice Bülter.